Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft
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FLEDERMÄUSE                                                                                    Anna Baar & Walter Pölz

Der vorliegende Artikel stützt sich zwar auf Beobachtungen, Erfahrungen und Daten die über Jahre von Mitgliedern der Fledermauskundlichen Arbeitsgemeinschaft gesammelt wurden, er ist aber nicht als wissenschaftliche Veröffentlichung gedacht, sondern soll vielmehr jenen, die am Geschehen in unserer Natur interessiert sind, die Möglichkeit geben, die Welt einer hoch interessanten aber bedrohten Tiergattung kennenzulernen, solange dies noch möglich ist. Aus diesem Grund wurde auf Literaturverweise innerhalb des Textes, sowie auf eine streng systematische Gliederung bewußt verzichtet (die Wissenschaft möge es verzeihen). Die angeschlossene Literaturliste ist eine Auswahl anschaulich gestalteter Veröffentlichungen und soll dem Interessierten weiterhelfen Einblick in die Erforschung und den Schutz der Fledermäuse zu gewinnen.

 

Das Erwachen der Fledermäuse

Die Zeit der eiskalten Winternächte ist vorüber, und erste Blüten auf den vom Schnee gezeichneten Wiesen kündigen den Frühling an, und um die Laternen kann man abends bereits einige Insekten beobachten. Nun ist auch für ein kleines, harmloses und dennoch berüchtigtes Säugetier die Zeit gekommen, sein schützendes Versteck zu verlassen und sich auf den gefahrvollen Weg durch das nächste Jahr zu machen.

 

Die Fledermaus

Die letzten Monate hat sie von ihrem im Herbst gesammelten Fettvorrat gelebt. Dazu mußte sie ihre Körpertemperatur bis auf wenige Grade über null absenken. Ihr Herz, das normalerweise mit 400 Schlägen pro Minute das Blut durch die Adern treibt, schlug nur 20 Mal in der Minute und sie atmete jede Stunde nur einmal. In diesem Zustand ist das sonst so flinke Tier völlig schutzlos. Es dauert etwa 30 Minuten bis die Fledermaus wieder genügend Leben in ihren Körper gepumpt hat um sich einer drohenden Gefahr zu entziehen. Die dazu notwendige Energie holt sie sich von ihren sorgsam verwalteten Fettreserven - eine Schuld deren Preis am Ende des Winters zu zahlen ist.

Mehrmalige Störungen während des Winterschlafes können dazu führen, daß die Fettreserven vor dem Frühjahr verbraucht sind. Kann die Fledermaus nicht genügend Energie aufbringen um aus dem Tiefschlaf zu erwachen und neue Energie durch Insektenjagd zu sammeln, so ist sie unwiderruflich zum Sterben verurteilt. Der Aufwachvorgang wird auch eingeleitet, wenn die Umgebungstemperatur nicht den vorausgesetzten Anforderungen entspricht. Die meisten heimischen Fledermäuse benötigen eine Temperatur zwischen 0 und +10°C um ungestört überwintern zu können. Unkontrollierter Höhlentourismus, Aktivitäten leichtsinniger Jugendlicher bishin zur bewußten Vernichtung schlafender Tiere, sowie die Zerstörung geeigneter Winterquartiere stellen eine gewaltige Störung dar und kosten vielen Tieren das Leben. Das Vergittern von Naturhöhlen oder die Kontrolle durch Überwachungsorgane verkörpern zwar nicht das Prinzip von Natur und Freiheit, sind aber oftmals der einzige Weg, um rücksichtsloser Zerstörung Einhalt zu gebieten. Ist der Winterschlaf überstanden, beginnt die nächtliche Insektenjagd.

Neben einem Flugapparat, der die Fledermäuse zu einer eigenen Ordnung unter den Säugetieren macht, den sogenannten Handflüglern (Chiroptera), besitzen alle heimischen Arten ein hochentwickeltes Echo-Orientierungs-System. Je nach Art werden durch Maul oder Nase hohe Ultraschallaute mit Frequenzen zwischen 15 kHz und 115 kHz, das menschliche Hörvermögen endet oberhalb von etwa 15 kHz, ausgestoßen. Die reflektierten Echos empfängt die Fledermaus mit ihren Ohren und kann sich damit sowohl ein räumliches Bild ihrer Umgebung machen, als auch die Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit und Art ihrer Beute feststellen. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung sind Fledermäuse nicht blind, sie besitzen sowohl einen mittelmäßig ausgeprägten Gesichtssinn, welcher in der Dämmerung dem des Menschen überlegen ist, als auch einen guten Geruchssinn.

Dennoch kann es vorkommen, daß sich eine Fledermaus sozusagen im "Blindflug" fortbewegt. Ist die Fledermaus in ihrer gewohnten Umgebung (Dachboden, Höhle, etc.), so findet sie auf Grund ihres besonderen Ortsgedächtnisses mit wenigen Orientierungspunkten das Auslangen. Befindet sich plötzlich ein Hindernis, z.B. ein neugieriger Mensch, in der Flugbahn, so kommt es zur Kollision. Vielleicht ist auf diese Weise die hartnäckige aber vollkommen unbegründete Meinung entstanden, Fledermäuse würden den Menschen in die Haare fliegen.

 

Die Wochenstuben

Im Frühsommer sammeln sich die Weibchen der Fledermäuse in sogenannten Wochenstuben. Das sind Gemeinschaften von einigen wenigen bishin zu hunderten Fledermausweibchen, die während der Sommermonate an besonders geeigneten Orten Quartier beziehen um gemeinsam ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Solche Orte (Dachböden, Nistkästen, Baumhöhlen, etc.) stellen die wichtigste Grundlage für den Fortbestand der Fledermausarten dar und verdienen größtmöglichen Schutz, zumal die Weibchen mit ihren Jungen kaum einer Störung ausweichen können. Da in einer Wochenstube die meisten Weibchen eines Gebietes mitsamt der nächsten Generation versammelt sind, würde ihre Vernichtung einen substantiellen Schaden an der gesamten Art anrichten. Derartige Fälle sind traurigerweise aus der jüngeren Vergangenheit bekannt. Die Tragzeit der heimischen Fledermausarten beträgt zwischen 4 und 8 Wochen. Der genaue Befruchtungszeitpunkt ist mit konventionellen Mitteln nicht feststellbar, da die Weibchen den Samen während des Winterschlafs speichern und erst im Frühjahr die Befruchtung einleiten. Jedes Fledermausweibchen bringt pro Jahr nur ein Junges zur Welt, wenige Arten in kalten Gebieten auch zwei. Das ist sehr wenig wenn man bedenkt, daß eine gewöhnliche Hausmaus im Extremfall bis zu 100 Junge pro Jahr werfen kann. Zwar konnte man durch Beringungsversuche feststellen, daß Fledermäuse bis zu 30 Jahre alt werden können, die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt jedoch nur 3 Jahre. Hohe Jungensterblichkeit und massive Ausfälle während des ersten Winters sind die Ursache für dieses recht eigenartige Ergebnis. Bereits die Logik sagt uns, daß, wenn die Lebenserwartung durch vom Menschen verursachte Einflüsse weiter herabgesetzt wird, es bei der geringen Nachwuchszahl zu einem Populationsrückgang kommen muß.

Seit mehr als 50 Millionen Jahren gibt es Fledermäuse auf der Erde. Bis heute haben sich weltweit etwa tausend verschiedene Arten entwickelt, 27 davon kommen in Österreich vor. Alle heimischen Arten ernähren sich ausschließlich von Insekten und das nicht zu knapp. Die Menge an Insekten, die eine Fledermaus jede Nacht erbeuten muß, um genügend Kraft zu sammeln, wiegt etwa ein Drittel ihres eigenen Körpergewichtes. Es ist durchaus angebracht die Fledermäuse als nützliche Insektenvertilger zu bezeichnen. Aber genau das wird den Tieren zum Verhängnis. Durch Pestizide und andere Agrochemikalien werden die als Nahrung dienenden Insekten sowohl dezimiert als auch mit Giftstoffen belastet, die von den insektenfressenden Fledermäusen aufgenommen und angesammelt werden. Jungensterblichkeit, Sterilität und Krankheitsanfälligkeit bishin zum Tod sind die Folge. Hinzu kommen die Belastungen durch Holzschutzmittel in den Quartieren und die allgemein ständig schlechter werdende Umweltsituation.

 

Der Mensch

Im Laufe der Jahrhunderte haben unsere Fledermäuse Gefallen an manchen von Menschenhand geschaffenen Einrichtungen gefunden. So sind Straßenlaternen mit ihren Insektenschwärmen ein beliebtes Jagdbiotop, Kellerräume dienen als Winterquartier und Dachböden als Sommerresidenz oder sogar als Platz für eine Wochenstube. Auch Holzverschalungen und Hohlblocksteine sind bei den Fledermäusen als Unterkunft sehr beliebt.

Ganz im Gegensatz dazu sind von altersher die Menschen in unserem Kulturkreis ganz und gar nicht von der Existenz der Fledermäuse begeistert. Die nachtaktive Lebensweise und ihre geschickten Flugkünste reichten aus, um sie als dämonische Wesen zu betrachten, die man allenfalls dazu verwenden könne, sie als Abwehrzauber an die Türe zu nageln. Horrorgeschichten von blutrünstigen Vampiren, die in Gestalt einer Fledermaus auf Beutezug gehen, entstanden offenbar durch die Vermischung geschichtlicher Ereignisse um grausame Herrschergeschlechter und der Entdeckung der einzigen Fledermausgattung, die sich vom Blut anderer Säugetiere ernährt - der Vampirfledermäuse. Das Vorkommen dieser Fledermäuse ist ausschließlich auf Lateinamerika beschränkt. Anerzogene Vorurteile, Ignoranz und die Angst den eigenen Lebensraum mit anderen Geschöpfen teilen zu müssen, dominieren auch heute noch in der Beziehung des Menschen zur Fledermaus.

Kaum ist das alte Feindbild von der blutsaugenden, haarverfangendenen Kreatur beiseite gelegt, tritt auch schon ein altbekanntes Prinzip zutage: "Die Fledermäuse sind ja liebe Tiere, solange sie in meines Nachbarn Haus wohnen". Also werden alle Ritzen vernagelt, Fenster vergittert und Türen verschlossen, damit die lieben Tiere draußen bleiben. "Man weiß ja nie, womöglich verbreiten sie gar bösartige Seuchen oder schaden dem teuren Dach, Mist machen sie jedenfalls". Und so feiert die Mär von der gefährlichen Fledermaus fröhliche Urständ, aufgeklärt und sachlich versteht sich. Mehr als die Hälfte der in unseren Breiten lebenden Fledermausarten sind auf Quartiere in oder an Gebäuden angewiesen, lediglich einige der heimischen Arten führen ein mehr oder weniger vom Menschen unabhängiges Dasein. Hohe Anpassungsfähigkeit einerseits und immer enger werdender Lebensraum andererseits, haben die Fledermaus zum Kulturfolger gemacht, und zwar zu einem nützlichen.

Auch jene Arten, die die Nähe des Menschen meiden und ihr Quartier in Baumhöhlen suchen, haben kein leichtes Dasein. In den weitläufigen sorgsam durchforsteten Monokulturen sind kaum geeignete Baumhöhlen zu finden. Zur totalen Katastrophe kommt es jedoch, wenn ein mit überwinternden Fledermäusen besetzter Baum gefällt wird, und gerade ein mit Höhlen durchsetzter Baum ist ein potentieller Kandidat dafür. Selbst wenn die Tiere genügend Zeit hätten ihr Quartier zu verlassen, wäre eine solche Störung für sie früher oder später der sichere Tod. Kaum ein anderes Säugetier leidet mehr unter den besonderen Eigenschaften der Gattung Mensch als die Fledermaus.

Alle heimischen Fledermausarten sind an den Rand des Aussterbens gedrängt und stehen in allen Bundesländern unter strengstem Schutz. Doch Gesetze können nur den Weg weisen, die Verantwortung für die Erhaltung unserer Tier- und Pflanzenwelt tragen wir selbst.

 

Was kann getan werden?

Um zielführende Schutz- und Hilfsmaßnahmen zu finden, erscheint es sinnvoll, die hauptsächlichen Gefährdungsfaktoren im Einzelnen zu betrachten.

 

Natürliche Gefahren

Um es gleich vorwegzunehmen, die heimischen Fledermäuse besitzen, abgesehen von einigen harmlosen, artspezifischen Parasiten, keine natürlichen Feinde für die sie eine regelmäßige Nahrungsquelle darstellen könnten. Zwar kommt es vereinzelt vor, daß Fledermäuse von Schleiereulen, Schlangen oder kleinen Raubtieren (Marder etc.) in ihren Quartieren angegriffen werden, aber in einem intakten Ökosystem stellt ein solches Zusammentreffen keinesfalls eine Bedrohung der ganzen Art dar.

Auch problematische Wetterverhältnisse können den Fledermäusen, besonders in der Wochenstubenzeit zu schaffen machen. Solange das Klima in unseren Breiten aber stabil bleibt, sollte auch dieser Einfluß keine essentielle Gefahr darstellen.

 

Vergiftung und Verknappung von Nahrung und Lebensraum

Eine sichere Nahrungsversorgung ist die Grundlage jedes Wohlstandes. Ob als Futtermittel oder Rohstoff für die Lebensmittelindustrie, die Produkte der Agrarwirtschaft sind die Basis für unsere Nahrungsversorgung und somit unseres Wohlstandes. Aber erst die Züchtung ertragreicher Getreidesorten, angebaut in großflächigen Monokulturen zur maschinellen Pflege und Ernte, haben diese Kapazität an Nahrungsproduktion ermöglicht.

Doch damit wurden nicht nur Vorteile erkauft. Einseitiger Nährstoffentzug und erhöhter Bedarf an Aufbaustoffen fordert große Mengen künstlicher Düngemittel und Wachstumsbeschleuniger. Das größte Problem der Monokulturen sind jedoch Krankheiten und Schädlinge. Sie fordern den massiven Einsatz von Agrochemikalien.

Insektizide, Fungizide, Herbizide, Vertilgungsmittel in allen Formen und Farben, Zusammengefaßt unter der wohlklingenden Bezeichnung Pflanzenschutzmittel werden in rauhen Mengen in der Landschaft verteilt und von den dort lebenden Insekten, egal ob Schädling oder nicht, aufgenommen. Die Vorstellung vom Insektengift, das alles was da kriecht und fliegt auf der Stelle vernichtet ist selbstverständlich falsch, der Einsatz eines solchen Mittels wäre ein ökologischer Irrsinn. Nun sind da aber letztlich die Fledermäuse, die sich von den vergifteten Insekten ernähren. Wie bereits besprochen sammelt eine Fledermaus beträchtliche Mengen an Insekten und reichert so ihren Körper mit Giftstoffen an. Am Ende dieser Kette steht der Nachwuchs, sofern überhaupt noch die Möglichkeit dazu besteht.

Hat es ein Fledermausweibchen geschafft nicht steril zu werden oder eine Totgeburt zur Welt zu bringen, so säugt sie ihr Junges nun mit vergifteter Muttermilch. Das Ergebnis sind große Mengen von Kadavern junger Fledermäuse in den Kothaufen unter den Wochenstuben. Was mit unserem Wohlstand begann endet nun mit dem Tod zahlreicher Fledermäuse.

Eine weitere Belastung stellt die Behandlung des Dachgebälks mit giftigen Holzschutzmitteln dar. Vor allem die Rückstände halogen- und schwermetallhältiger Mittel reichern sich im Körper der Fledermaus an.

Aber was soll nun geschehen? Sollen wir wegen ein paar Fledermäusen auf Fortschritt und Wohlstand verzichten? Diese Frage gehört näher untersucht. Sind nur Fledermäuse die Leidtragenden? Als Endglied einer Nahrungskette sind sie von allen Beteiligten diejenigen, die am stärksten durch Giftstoffe belastet werden und reagieren dementsprechend empfindlich. So kann gewissermaßen vom Zustand der Fledermauspopulation unter bestimmten Voraussetzungen auf den Gesamtzustand der Umwelt geschlossen werden und damit auf unseren eigenen Lebensraum. Die Fledermäuse wären also nur das erste Opfer. Der Verzicht auf Fortschritt und Wohlstand zugunsten einer gesunden Umwelt bedarf wohl auch noch einiger vernünftiger Überlegungen. Wäre es nicht an der Zeit die Fronten von Technokratie und Profitsucht auf der einen und Alternativwahn oder Bioillusion auf der anderen Seite aufzubrechen und gemeinsam nach Wegen zu suchen unseren Lebensstandard zu erhalten oder gar zu verbessern, ohne unseren Lebensraum und damit auch jenen aller Geschöpfe die uns auf dieser Welt begleiten, zu zerstören.

Zurückhaltender und vor allem überlegter Einsatz von Agrochemikalien spart nicht nur Geld, sondern läßt auch den Fledermäusen eine Chance. Die Verwendung möglichst mindergiftiger Holzschutzmittel für das Dachgebälk, wenn es sich nicht überhaupt vermeiden läßt, ist nicht nur für Fledermäuse ein Vorteil, sondern trägt auch zu einem gesünderen Wohnen bei. Die Erhaltung einer strukturierten Landschaft trotz ökonomischer Nutzflächen stellt für viele Tierarten, so auch für Fledermäuse, eine Lebensgrundlage dar. Es gibt viele große und kleinere Möglichkeiten unsere Umweltsituation zu verbessern, wir müssen sie nur nutzen.

 

Quartiermangel

Wesentlich konkreter sind jene Maßnahmen, welche dem akuten Mangel an geeigneten Winter- und Sommerquartieren begegnen sollen. Die wichtigste Maßnahme ist gleichzeitig die einfachste. Ist ein Fledermausquartier entdeckt, so soll alles unternommen werden, um Störungen zu vermeiden und das Quartier zu erhalten. Niemand weiß besser über die Eignung des Quartiers Bescheid, als die Fledermäuse selbst. Das gilt auch für den Versuch Ersatzquartiere zu bauen, wie etwa Fledermauskästen oder Überwinterungsstollen. Nur wenn aus der Sicht der Fledermäuse alle Erfordernisse erfüllt sind besteht eine Besiedelungsmöglichkeit.

Ein Beispiel hierfür ist das Anbringen von Fledermauskästen. Aus Literaturangaben ist eine Besiedelungsrate von 10% der Kästen innerhalb von 5 Jahren bekannt. In einer im nördlichen Niederösterreich eingerichteten 80 Ha großen Versuchsfläche waren bereits nach einem halben Jahr 54 Fledermäuse, von 5 verschiedenen Arten, in einem Teil der 88 angebrachten Kästen zu finden. Ein solches Ergebnis zeigt den, durch intensive und vor allem radikale Bewirtschaftung verursachten Mangel an geeigneten Baumhöhlen. Eine Vernachlässigung der installierten Kästen hätte fatale Folgen. Jährlich werden etwa 10-20% der Kästen für die Besiedelung durch Fledermäuse unbrauchbar. Dies kann durch Windschäden, Baumschnitt, Vandalismus, Alterung oder durch Verbauung mit verlassenen Vogelnestern geschehen. Stark verschmutzte Kästen werden ebenfalls von den Fledermäusen gemieden. Im Herbst 1994 verzeichnete die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft auf allen von ihr betreuten Versuchsflächen einen durchschnittlichen Ausfall von 70% der Kästen. Viele Stunden freiwilliger Arbeit waren notwendig um die erforderliche Sanierung durchzuführen.

Bei allem Eifer sollte nie vergessen werden, daß die Fledermauskästen kein natürliches Quartier darstellen und nicht dazu verleiten sollten diese als Ersatz für einen natürlichen Altbaumbestand zu sehen. Das Anbringen von Fledermauskästen stellt eine wirkungsvolle wenn auch umstrittene Maßnahme dar, erfordert aber eine regelmäßige Betreuung. Dies sollte bei der Planung von Fledermausschutz oder ‑hilfsprogrammen berücksichtigt werden. Wird eine Versuchsfläche mit Fledermauskästen bestückt, so ist es ebenfalls ratsam auf eine einfache Kontroll- und Instandsetzungsmöglichkeit Rücksicht zu nehmen. In der Regel umfassen die Versuchsflächen 50 - 100 Fledermauskästen, die entlang von Forstwegen angebracht sind.

Die Hanghöhe beträgt 3 - 5 m, höhere Kästen werden zwar auch von den Fledermäusen angenommen, können aber weder kontrolliert noch gereinigt werden. Die Wetterseite der Bäume sollte man meiden und der Zuflug muß frei von Astwerk sein. Metallnägel (kein Kupfer!) eignen sich zur Befestigung zwar recht gut, in Rücksicht auf Forstarbeiten und eventuellen Schäden an Kettensägen, die durch Metallteile entstehen können, ist es ratsamer die Kästen mit isoliertem Draht anzubinden oder die im Fachhandel erhältlichen Aluminiumnägel zu verwenden. Letzteres hat sich als die beste Methode herausgestellt. Ein gutes Einvernehmen mit Waldbesitzern und Forstarbeitern bringt nicht nur ein angenehmes Arbeitsklima bei der Versuchsflächenbetreuung, sondern ist die Grundlage für den Einsatz von Fledermauskästen.

Selbstverständlich sind nicht nur großangelegte Versuchsflächen eine Hilfe für quartiersuchende Fledermäuse. Auch einzelne Kästen in Gärten, Schulhöfen oder Parkanlagen sind ein willkommener Beitrag. Besonders für pädagogische Zwecke ist die Arbeit mit einzelnen Fledermauskästen interessant. Die Besiedelungswahrscheinlichkeit ist jedoch wesentlich geringer als bei einer großen Serie und manchmal muß eben verkraftet werden, daß der eine oder andere, mit großen Erwartungen gebaute Kasten leer bleibt.

Von den unzähligen Bauformen für Fledermauskästen hat sich jene des Typs "Stratmann" bewährt. Die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft verwendet diesen, einfach zu kontrollierenden und servicefreundlichen Kastentyp seit vielen Jahren mit großem Erfolg. Ein weiterer erfolgreich eingesetzter Typ ist der im Fachhandel erhältliche Holzbeton Nistkasten, der durch Einsetzen einer besonderen Vorderwand zum Fledermauskasten gemacht wird. Dieser ist selbstverständlich etwas teurer als die Eigenbauvariante. Zudem können Holzbetonkästen bei manchen Arten Schäden an den Krallen verursachen. Die billigste und dennoch wirkungsvolle Methode ist der Lattenkasten. Zwei 20 - 30 cm lange Holzbretter mit zwischengelegten Ziegellatten. Die Bretter sind so zusammenzunageln, daß sich eine schmale, unten offene Schachtel ergibt. Die Fledermäuse fühlen sich darin genauso wohl wie in einer Rindenschuppe, einer Holzverschalung, einer Giebelblende oder ähnlichen bevorzugten Hangplätzen.

Von Winterkästen ist abzuraten. Erstens ist kaum jemand im Stand die Isoliereigenschaften so zu bestimmen, daß genau die erforderlichen Temperaturen im Inneren eingehalten werden. Zweitens kann ein solcher Kasten für eine ganze Kolonie zur tödlichen Falle werden. Es wurden Fälle bekannt in denen die aus Temperaturgründen klein gehaltene Öffnung durch ein verendetes Tier oder ähnliches verstopft wurde und die restliche Kolonie qualvoll zu Grunde ging.

Jene Fledermausarten die in Häusern Quartier beziehen sind auf die Toleranz der menschlichen Hausbewohner angewiesen. Etwas leichter haben es die Fledermäuse in großen Gebäuden wie Kirchen, Klöstern, Schlössern und ähnlichen Bauwerken. Auf den weitläufigen, ungenutzten Dachböden stoßen die Tiere eher auf Akzeptanz. An dieser Stelle soll all jenen Pfarrern, Mesnern, Hauseigentümern, Schloßbesitzern, Kastellanen oder auf andere Weise Betroffenen, die den Fledermäusen verständnisvoll gegenüberstehen, aufrichtiger Dank ausgesprochen werden. Ohne ihr Wohlwollen wäre ein Schutz dieser bedrohten Tierart aussichtslos.

Aber auch wenn die Fledermäuse nicht auf Ablehnung stoßen, müssen sie erst einmal an den Ort gelangen, an dem sie Quartier beziehen wollen. Alte Dachkonstruktionen mit offenen Gaupenfenstern und vielfältigen Zuflugmöglichkeiten werden häufig im Zuge von Renovierungen dicht verschlossenen und allseitig vergittert. Neubauten bieten den Fledermäusen kaum Möglichkeiten einen geeigneten Unterschlupf zu finden. Um den Zuflug zu ermöglichen, können einzelne Dachziegel durch Belüftungssteine ersetzt werden. Diese gewähren den Fledermäusen, vorausgesetzt man entfernt das eventuell enthaltene Schutzgitter, Einlaß. Tauben die den Dachboden oft stark verunreinigen bleiben draußen.

Natürlich sind auch Fledermäuse nicht stubenrein. Zwar sind einzelne Tiere oft nur vom Fachmann anhand ihrer Losung zu entdecken, eine große Fledermauskollonie hinterläßt aber eine ganz beachtliche Menge sogenannten Fledermausguano. Um den schwarzglänzenden Kothaufen zum Beispiel unter einer Wochenstube, habhaft zu werden empfiehlt es sich im Frühjahr an dieser Stelle ein großes Stück Kunststoffolie aufzubreiten. Der gesammelte Guano ist ein hochwirksames, natürliches Düngemittel für Zimmer- und Gartenpflanzen.

Zuletzt ist das Angebot an Winterquartieren auf Verbesserungsmöglichkeiten zu untersuchen. Einige Fledermausarten ziehen hunderte Kilometer um in eine geeignete Höhle oder ähnliche Objekte zu gelangen. Andere Arten ziehen den Keller des Hauses vor, dessen Dachboden sie den Sommer über bewohnten. Besonders die Kurzstreckenwanderer unter den Fledermäusen haben es schwer, einen Ort zu finden der ihnen sowohl Sommer- als auch Winterquartiere bietet. Besitzer von großen Haus- oder Weinkellern haben die Möglichkeit, den Fledermäusen bei der Suche nach einer geeigneten Bleibe für den Winter zu helfen. Das Offenlassen von ein oder zwei Einflugöffnungen führt nicht zum befürchteten Frosteintritt, sondern sorgt im Gegenteil für eine ausgeglichene Belüftung. Keinesfalls sollten Kellerfensterverschlüsse die im Spätherbst angebracht wurden, bis spät ins Frühjahr belassen werden. Eventuell einquartierte Fledermäuse wären dadurch verloren.

Der Schutz natürlicher Höhlen wurde bereits zu Anfang erwähnt. Grundsätzlich gelten die entsprechenden Gesetze für Naturhöhlen, es ist jedoch sehr schwer ein ausreichendes Verständnis, vor allem bei Jugendlichen, zu erreichen. Die Lust am Unbekannten und die romantische Umgebung von Höhlen lassen, angesichts der erwarteten Abenteuer alle Verbote als reine Willkür erscheinen. Wer denkt in einer solchen Stimmung schon daran, daß die schlafenden Fledermäuse, die diesem Ambiente einen zusätzlichen Reiz verleihen, die Opfer dieses Abenteuers sein werden. Durch den Rauch von Fackeln oder gar Lagerfeuern und das ungewohnte Treiben in der Höhle erwachen die Tiere aus ihrem energiesparenden Winterschlaf und verbrauchen wertvolle Reserven. Das Ergebnis wurde bereits beschrieben.

Fälle von destruktivem Vandalismus sind eher selten, aber dann umso grausamer. So wurden schwer verbrannte, noch lebende Fledermäuse gefunden, ölbeschmierte Tiere mit zerfetzten Flughäuten, gesteinigte, erschlagene, und ertränkte Opfer einer Geisteshaltung der die menschliche Gesellschaft bis zum heutigen Tag nicht zu entkommen vermag. Ob jugendlicher Leichtsinn oder blinde Zerstörungswut, die totale Versperrung von Naturhöhlen erscheint nur in wenigen Fällen zielführend, denn damit werden nur die Symptome und nicht die Krankheit behandelt. Aufklären statt aussperren, diese Methode ist zwar nicht so effektiv aber umso nachhaltiger.

 

Direkte Bedrohung durch den Menschen

Über Leichtsinn, Rücksichtslosigkeit und Vandalismus wurde genug berichtet, eine weitere Facette in der Gewalt gegen Fledermäuse kommt dann zum Vorschein, wenn eine Fledermauskollonie nicht in das Konzept einer kommerziellen Tätigkeit paßt. Gesteinsabbau in unmittelbarer Nähe von geschützten Winterquartieren und Zerstörung derselben, Dach- oder Kellerausbauten mit gleichzeitiger Beseitigung der ohnehin unerwünschten Fledermäuse, Renovierungsarbeiten, die aus terminlichen Gründen in die Zeit der Wochenstuben fallen und die bereits erwähnte Holzgewinnung durch radikales Ausforsten sind Beispiele dafür, daß der Artenschutz genau dort aufzuhören scheint, wo geschäftliche Interessen anfangen. Es ist jedoch zu bemerken, daß einige einschlägige Unternehmen bei Kontakt mit Fledermäusen sofort den Rat von Fachleuten einholen und so bereits mehrmals ein großer ökologischer Schaden vermieden werden konnte ohne ökonomische Nachteile einzuhandeln. Dieses beispielhafte Verhalten ist von unschätzbarem Wert für die Erhaltung aller Tier und Pflanzenarten.

Der direkten Bedrohung steht die direkte Hilfe entgegen. Die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft hat sich den Schutz und die Erforschung der heimischen Fledermausfauna zum Ziel gesetzt. Die jahrelange Erfahrung der Arbeitsgemeinschaftsmitglieder, bis hin zur Jungenaufzucht und der Behandlung verletzter Tiere, hat bereits vielen Fledermäusen ein vorzeitiges Ende erspart. Die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft ist ein eingetragener Verein, sie besitzt die ausdrückliche Genehmigung zur Haltung von Fledermäusen. Jeder Versuch Fledermäuse als Haustiere zu halten ist strengstens verboten und würde den Tieren erhebliches Leid zufügen, da die Haltung von Fledermäusen nur unter speziellen Voraussetzungen möglich ist und umfangreiche Erfahrung voraussetzt. Für Fragen und Anliegen betreffend Fledermäuse, steht die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft gerne jederzeit zur Verfügung. Ebenso besteht ein großes Interesse an Meldungen über Fledermausbeobachtungen, insbesondere auf Dachböden und in Baumhöhlen.

 

Die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft stellt sich vor

Die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft (FMKAG) entstand 1990 aus Mitgliedern der Biospeläologischen Arbeitsgemeinschaft, einer Gruppe von Amateuren und Fachleuten, die sich vor allem mit der Erforschung von höhlenbewohnenden Tieren und Knochenfunden aus Höhlen beschäftigte. Nach Auflösung dieser Arbeitsgemeinschaft fand sich ein Großteil der Amateure wieder zusammen, und gründete die FMKAG. Zwei Jahre später erhielt die FMKAG den Status eines gemeinnützigen Vereines mit dem Zweck des Schutzes und der Erforschung von Fledermäusen.

Zu dieser Zeit führte die FMKAG, gemeinsam mit dem Umweltbundesamt eine Untersuchung des südlichen Burgenlandes durch, deren Ziel die Bewertung des Umweltzustandes anhand von Fledermäusen war. Aufbauend auf diese Arbeit wurde bis 1995 das gesamte Burgenland auf seinen Fledermausbestand hin untersucht.

In Niederösterreich, wo bereits zur Zeit der Biospeläologischen Arbeitsgemeinschaft Mitarbeiter der heutigen FMKAG mit der fledermauskundlichen Kartierung des Wald- und Mostviertels beschäftigt waren, wurden die Untersuchungen auf das Weinviertel ausgedehnt. Bei einer solchen Kartierung werden möglichst viele, potentielle Fledermausquartiere wie Kirchen, Schlösser, Höhlen, Keller oder ähnliche Objekte untersucht.

1990 erhielt die FMKAG auch von der Oberösterreichischen Landesregierung den Auftrag, die Fledermausbestände des Landes zu erfassen. In den folgenden 10 Jahren konnte das gesamte Bundesland untersucht werden. In Wien haben Mitglieder der FMKAG bereits in früheren lokalen Kartierungprojekten mitgearbeitet, seit 1998 werden auch hier systematische Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Kartierungen sind eine wichtige Grundlage für Schutz- und Hilfsmaßnahmen.

Neben den Kartierungsarbeiten betreut die FMKAG eine große Zahl von Fledermauskästen. Etwa 250 solcher Kästen, verteilt in 4 niederösterreichischen Naturparks müssen jährlich kontrolliert und gewartet werden. Ebenso führte die FMKAG Reinigungsaktionen von Kirchendachböden durch, die mit großen Fortpflanzungskollonien besiedelt sind.

Im Rahmen eines europäischen Life-Projektes führte die Fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft im Jahr 2000 im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung die fledermauskundliche Kartierung des Wildnisgebietes Ötscher-Dürrenstein durch, wo sich die letzten Urwaldreste Österreichs befinden.

Eine der aufwendigsten Arbeiten der FMKAG war der Betrieb einer Pflegestation für Fledermäuse. Jahr für Jahr werden zahlreiche Fledermäuse gefunden, die aufgrund von Verletzungen, schlechtem Ernährungszustand oder ähnlichen Gründen in freier Wildbahn keine Überlebenschance mehr hätten. Weiters werden im Zuge von notwendigen Forst- oder Bauarbeiten oft ganze Kolonien ihrer Winterquartiere beraubt. Diese Tiere landen zumeist in der Pflegestation. Das gleiche passiert mit Fledermauskolonien die durch das Anbringen von Taubennetzen in Innenhöfen gefangen sind und dort langsam verenden würden. Durch die Zusammenarbeit mit den qualifizierten Tierärzten der Tierklinik Streberdorf, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und namhaften Natur- und Tierschutzinstitutionen wie WWF-Österreich und Wiener Tierschutzhaus, kann die FMKAG für eine rasche Bergung, eine fachgerechte Behandlung und die zielführende Pflege der Tiere sorgen. Hauptaufgabe der Pflegestation ist es selbstverständlich möglichst viele Pfleglinge wieder in Freiheit zu entlassen. Seit  Anfang 2006 befindet sich die Pflegestation in der Veterinärmedizinischen Universität in Wien bei Frau Dr. Gabriele Schaden.

 

Zweifellos die wichtigste Aufgabe der FMKAG besteht in der Information und Aufklärung über die Harmlosigkeit und Nützlichkeit der heimischen Fledermäuse. Diese betrifft sowohl die erwachsene Bevölkerung als auch Kinder aller Altersstufen. Mehrere Artikel in einschlägigen Zeitschriften, Vorträge vor verschiedensten Zuhörerschaften, Radio- und Fernsehinterviews sowie die Mitarbeit bei mehreren Produktionen der Sendereihe Universum sind Beispiele für die Öffentlichkeitsarbeit der FMKAG.

Die Kernmannschaft der FMKAG besteht aus Mitarbeitern welche mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Fledermäusen gesammelt haben. Die Mitarbeit in der FMKAG geschieht auf ehrenamtlicher Basis. Jedes Mitglied übt einen Beruf aus, so daß die Arbeit mit den Fledermäusen ausschließlich in der Freizeit geschehen kann. Nicht immer ist dieses Opfer an kostbarer Freizeit mit Freude verbunden. Subventionen und Spenden sind die einzige Einnahmequelle der FMKAG, was vor allem die Anschaffung von meist teurem Ausrüstungsmaterial problematisch macht. Doch das größte Kapital der FMKAG ist die Erfahrung und Einsatzbereitschaft ihrer Mitglieder. So konnte die FMKAG bis heute ihren Beitrag zur Erhaltung der heimischen Fledermäuse leisten und wird dies auch in Zukunft tun.


Perspektiven

Der Rückgang der Fledermäuse in den letzten 50 Jahren ist auf eine Summe von Einflüssen zurückzuführen die allesamt menschlichen Ursprungs sind. Das traurige Bild das sich dabei zeigt soll jedoch nicht als unausweichlicher Tribut an unsere Zivilisation gesehen werden. Seit einiger Zeit hat ein Prozeß eingesetzt, der immer mehr Menschen erkennen läßt, daß wir genauso nur ein Teil eines Systems sind dessen Gleichgewicht und Vielfalt die Basis allen Lebens ist. In den letzten Jahren scheint sich die Fledermauspopulation in manchen Gebieten zu stabilisieren. Vielleicht hilft gerade jene Anpassungsfähigkeit die den Fledermäusen die verhängnisvolle Nähe zum Menschen gebracht hat, nun eine Chance zu finden in dieser Gesellschaft zu überleben. Unsere Aufgabe ist es den Fledermäusen auf diesem Weg entgegenzukommen.

 

Literatur

GEBHARD, J. 1982: Unsere Fledermäuse. Naturhistorisches Museum Basel.

GEBHARD, J. 1997: Fledermäuse. Birkhäuser Verlag, Basel. ISBN 3-7643-5734-7.

HAFFNER, M. & STUTZ H.-P.B. 1988: Fledermäuse. Die geheimnisvollen Flugakrobaten. Kinderbuchverlag Luzern. ISBN 3-276-00067-9.

MAYWALD, A. & POTT, B. 1988: Fledermäuse: Leben, Gefährdung, Schutz. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH. ISBN 3-473-46098-2.

NATUSCHKE, G. 1995, 2. unveränderte Auflage, Nachdruck der 1. Auflage von 1960: Heimische Fledermäuse. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 269. Spektrum Akad. Verlag, Heidelberg. ISBN 3-89432-462-7.

NEUWEILER, G. 1993: Biologie der Fledermäuse. Georg Thieme Verlag, Stuttgart - New York. ISBN 3-13-787401-7.

RICHARZ, K. 1986: Wir tun was für Fledermäuse. Franz Schneider Verlag GmbH, München. ISBN N 3-505-09345-9.

RICHARZ, K & LIMBRUNNER, A. 1992: Fledermäuse, fliegende Kobolde der Nacht. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart. ISBN N 3-440-05916-2.

SCHMIDT, U. 1995: Vampirfledermäuse. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 515, Westarp Wissenschaften, Wolf Graf von Westarp, Magdeburg. ISBN 3-89432-176-8.

SCHOBER, W. 1996, 2. veränderte Auflage: Ultraschall und Echolot. Die Fledertiere der Welt. Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin. ISBN 3-332-00561-8.

SCHOBER, W.1998: Die Hufeisennasen Europas. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 647, Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaft mbH, Hohenwarsleben, 1998.ISBN 3-89432-867-3.

SCHOBER, W. & E. GRIMMBERGER 1998, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage: Die Fledermäuse Europas kennen - bestimmen - schützen. Kosmos Naturführer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart. ISBN 3-440-07597-4.

SIEMERS, B. & D. Nill, 2000: Fledermäuse – Das Praxisbuch. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München-WienZürich. ISBN 3-405-15930-X.

STEINBACH, G., K.RICHARZ & M. BARATAUD 2000: Geheimnisvolle Fledermäuse. Mit 60 Fledermausrufen auf CD. FranckhKosmos Verlangs-GmbH & Co, Stuttgart. ISBN 3-440-08404-3.

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